Kap. 7 - Unter Wasser
Auf dem Nachhauseweg zeigte Jacko unserem Kangu etwas ganz Besonderes.
"Halt dich jetzt gut fest, ich werde aus dem Wasser springen und dann kurz in das Wasser eintauchen. Dann musst du die Luft anhalten, aber nur ganz kurz bis wir wieder über dem Wasser sind.”, sagte Jacko.
Da bekam Kangu ganz schön Herzklopfen. Vielleicht kennst du das vom Schwimmbad. Du planschst im Wasser und plötzlich ist dein Kopf unter dem Wasser. Dann darf man natürlich nicht atmen. Wenn du das ein paar Mal gemacht hast, macht das richtig Spaß. Aber beim ersten Mal, so wie Kangu das erlebte, ist man mächtig aufgeregt.
Aber er hatte keine Zeit, lange zu überlegen. Schon ging es los. Jacko nahm einen gewaltigen Anlauf. Und schnellte durch das Meer. Dann, nach einem kurzen Moment, ging es steil in die Höhe. Kangu sah nur den blauen Himmel und hielt sich fest an Jacko an. Es vergingen ein paar Sekunden, bis Jacko in die waagrechte Stellung kam, um dann schräg nach unten in das Meer zu fallen. Als sie in das Meer eintauchten, spritze das Wasser so hoch wie ein kleines Haus, denn der Wal war groß und schwer. Kangu hielt die Luft an. Und weil er vergessen hatte seine Augen zu schließen, sah er die Unterwasser Welt. So etwas hatte er noch nie gesehen! Fische in den herrlichsten Farben. Große Fische, kleine Fische, Muscheln, auch Seepferdchen sah er.
Links neben ihnen schwamm ein kleines Schildkrötenkind erschrocken davon.

Ja, ihr kennt doch sicher Schildkröten. Vielleicht habt ihr eins Zuhause, oder ihr habt Schildkröten im Zoo gesehen. Das sind aber Landschildkröten. Das heißt, die fühlen sich bei uns auf der Erde wohl. Nun gibt es aber auch Schildkröten, die lieben das Wasser. Ihr Füße ähneln kleinen Schaufeln, mit denen sie perfekt schwimmen können.
Genau so eine sah Kangu. Als Kangu sie freundlich anlächelte, verlor es die erste Angst und schwamm eine Weile neben ihnen her.
Aber schon schoss Jacko wieder aus dem Meer an die Wasseroberfläche.
"Und wie hat es dir gefallen?", fragte er. Kangu war begeistert. Das war ein Abenteuer. Nein, so eine Welt hatte er noch nie in seinem Känguru Leben gesehen. Wow!
Weil Jacko so zügig schwamm, kamen sie bald an der Stelle an, wo er Kangu kennengelernt hatte. Er setzte ihn sanft am Strand ab und verabschiedete sich. Ja, beide hatten Tränen in den Augen. Aber sie versprachen sich, sich wiederzutreffen.
Jacko musste los. Er musste seinen Onkel besuchen, der lebte in kälteren Gewässern.
Mit einer extra großen Wasserfontäne aus seinem Kopf verabschiedete er sich. Dann tauchte er in das tiefe Meer und war nicht mehr zu sehen.
Kangu hopste auch los - Richtung zu Hause. Als er dort ankam, hatte er viel zu erzählen. Seine ganzen Freunde lauschten seinen Erlebnissen - genau wie du. Und sie freuten sich, dass es Kangu gut ging.